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Unsere Kompetenzen

Wissen, wer man ist. Wissen, was man kann.

Umfassender Schwerpunkt auf erbrechtliche Sachverhalte, flankiert von tiefgreifender Kompetenz im Immobilienrecht und Gesellschaftsrecht.

Wissen, wer man ist. Wissen, was man kann.

Leistungsprofil

Wofür wir stehen

01

Maß und Gerechtigkeit

Gestaltung fairer Nachfolgeklauseln und rechtssicherer Testamente im Sinne des Lebenswerks.

02

Zusammenhalt

Entwurf tragfähiger Konzepte zum Schutz vor familienfremden Einflüssen.

03

Miteinander

Begleitung komplexer Nachlass-Abwicklungen innerhalb von Erbengemeinschaften.

04

Hilfe im Konflikt

Vermittlung als Mediatoren in Erbstreitigkeiten.

05

Verbindliche Umsetzung

Testamentsvollstreckung ganz im Einklang mit den Wünschen des Erblassers.

06

Interessen wahrnehmen

Durchsetzung von Pflichtteils-Ansprüchen.

07

Interessen schützen

Abwehr unbotmäßiger Pflichtteils-Ansprüche.

08

Hier und überall

Gerichtliche Vertretung vor allen deutschen Gerichten bei erbrechtlichen Streitigkeiten.

Zu einem ehrlichen und loyalen Mandat gehört aber auch zu wissen, wo unsere Grenzen liegen – und daher machen wir niemals Experimente mit unseren Mandanten, sondern vermitteln im Zweifelsfall zielgerichtet an einen Ansprechpartner innerhalb unseres juristischen Netzwerks.

Ratgeber

Erbrechtliches Grundwissen

Gesetzliche Erbfolge

Wenn beim Tode eines Menschen keine letztwillige Verfügung, also ein Testament, ein gemeinschaftliches Testament oder ein Erbvertrag vorhanden ist, welcher das Erbe regelt, tritt automatisch gesetzliche Erbfolge ein.

Das Erbrecht des BGB sieht in den §§ 1924 ff. ein sogenanntes Verwandtenerbrecht für die Hinterbliebenen des Erblassers vor. Grundsätzlich wird danach auf die Blutsverwandtschaft abgestellt – in Ausnahmefällen genügt aber auch eine rechtliche Verwandtschaft wie z. B. nach einer Adoption.

Ist ein direkter Abkömmling des Erblassers bereits vorverstorben und hinterlässt er selbst eigene Abkömmlinge (Enkel), dann treten diese an die Stelle ihrer vorverstorbenen Eltern (Eintrittsrecht). Hinterlässt ein Abkömmling keine eigenen Abkömmlinge, dann wächst sein Anteil den übrigen Erben an.

Sind beim Tode des Erblassers keine Abkömmlinge (Kinder, Enkel, Urenkel) vorhanden, dann sind seine Eltern und, wenn diese bereits vorverstorben sind, seine Geschwister zur gesetzlichen Erbfolge berufen (Erben 2. Ordnung).

Neben diesem Verwandtenerbrecht besteht noch das Erbrecht des überlebenden Ehegatten sowie des eingetragenen, gleichgeschlechtlichen Lebenspartners. Diesen steht ein eigenes Erbrecht zu (§ 1931 BGB, § 10 Abs. 1 LPartG), um dessen Versorgung sicherzustellen. Die Höhe des Erbrechts richtet sich zum einen danach, neben welchen Verwandten (1., 2. oder 3. Ordnung) die Erbfolge eintritt und zum anderen danach, in welchem Güterstand die Eheleute im Zeitpunkt des Erbfalls gelebt haben.

Gemäß § 1931 BGB erbt der Ehegatte neben Erben 1. Ordnung, also neben den Abkömmlingen des Erblassers, zu 1/4 und neben den Erben 2. Ordnung, also den Eltern und Geschwistern des Erblassers, zu 1/2. Waren die Eheleute darüber hinaus im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft (d. h. ohne notariellen Ehevertrag) verheiratet, dann erhöht sich die Erbquote des Längstlebenden jeweils um ein weiteres Viertel, also neben den Erben 1. Ordnung auf 1/2 und neben den Erben 2. Ordnung auf 3/4.

Sind weder Erben 1. Ordnung noch 2. Ordnung vorhanden, dann wird der Längstlebende Alleinerbe, wenn auch die Großeltern des Erblassers vorverstorben sind.

Vorweggenommene Erbfolge

Von vorweggenommener Erbfolge spricht man, wenn Vermögenswerte bereits zu Lebzeiten auf Dritte, meist die Kinder oder Enkel, übertragen werden und in den entsprechenden Übergabeverträgen bereits geregelt ist, in welchem Umfang die Übertragung auf ein späteres Erbe anzurechnen ist.

Lebzeitige Schenkungen, oft verbunden mit Gegenleistungen (Wohnrecht, Nießbrauch, Geldrente), können eine interessante und sinnvolle Möglichkeit sein, die finanzielle Nachfolge zu regeln.

Pflichtteilsrecht

Das deutsche Erbrecht gewährt einem engen Personenkreis ein sogenanntes Pflichtteilsrecht. Hierbei handelt es sich um den überlebenden Ehegatten sowie die Abkömmlinge des Erblassers; wenn keine Abkömmlinge vorhanden sind, sind das auch die Eltern des Erblassers.

Die Höhe des Pflichtteils beträgt immer die Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Es handelt sich um einen Geldanspruch, welcher gegen den oder die Erben geltend zu machen ist.

Die gesetzlichen Erben erster Ordnung sind die Abkömmlinge des Erblassers. Neben adoptierten Kindern werden seit dem Erbrechtsgleichstellungsgesetz vom 16.12.1997 (in Kraft getreten am 01.04.1998) auch nichteheliche Kinder als gesetzliche Erben 1. Ordnung angesehen.